Bildungsstreik am Niederrhein

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Bündnis Bildungsstreik am Niederrhein


Ergebnisse/Verlauf der Besetzung

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Donnerstag 12.11.09
  •  Der Hörsaal bleibt über das Wochenende besetzt
  •  Vortrag Prof. Schubert über Bildungspolitik
  • Solidaritätsbekundungen aus besetzter Uni Duisburg-Essen
  • Studierendenliste BGSB.sds Mitgliederversammlung im besetzten Hörsaal
  • Poetry Knock Out vom Projekt 42 in Hörsaal verlegt
    Ca. 2oo Gäste

Freitag, 13.11.09   

  • 3 Arbeitsgruppen gebildet:
    Überarbeitung der Forderungen, Umfrage zum Bildungssystem,
    Kreative Streikaktionen
  • Vortrag von Heide-Marie Reuter-Biehling aus Münster über konstruktive Konfliktlösung, Solidaritätsbekundungen aus Münster
  • WDR Fernsehen und Deutsche Welle Radio
  • Abendprogramm: Singer/Songwriter Simon Sandmann sorgt für Stimmung
 

Podiumsdiskussion fällt aus!!!

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Es findet "normaler" Lehrbetrieb in unserer WG statt...

 

 

PM zu den Ergebnissen Rektoratsgespräch

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Besetzung des Hörsaals der Hochschule Niederrhein


Der Hörsaal V1 der Hochschule Niederrhein ist besetzt, die Studierenden befinden sich – wie auch Studierende in diversen anderen Hochschulen Deutschlands und Österreichs – im Streik.

Am Montag hatten sich bereits verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die u.a. Studienfinanzierung und Kinderbetreuung für studierende Eltern thematisiert und Vorschläge ausgearbeitet hatten.

Heute fand am Standort Krefeld eine Rektoratssitzung statt, bei der Studierende die Möglichkeit wahrnahmen, ihre Kritikpunkte und Forderungen vorzutragen.

Zum Thema Studiengebühren lehnte das Rektorat jede Diskussion ab und verwies auf die Landtagswahlen im Mai nächsten Jahres.

Die Kritik an der Durchführung des Bologna-Prozesses nahm das Rektorat auf und gestand ein, dass Mobilitätsfenster für Studierende weiterhin nur unzureichend bestehen. Für die Lösung anderer Probleme die durch den Bologna-Prozess entstanden sind, verwies das Rektorat auf die einzelnen Fachbereiche und war nicht bereit einen allgemeinen Termin mit Deligierten

Einer Öffnung der Masterstudiengänge ohne NC entgegnete das Rektorat, der Bachelor sei von hoher Qualität und werde entwertet, wenn für Masterstudiengänge keinerlei Zugangsbedingungen festgesetzt seien.

Die Kinderbetreuungsoptionen für studierende Eltern solle zukünftig ausgebaut werden, teilte das Rektorat den Studierenden mit, die diese Nachricht dankbar aufnahmen.

Auch Diskriminierung von ausländischen Studierenden und Homosexuellen von einzelnen Dozenten sowie eine Selektion durch das NRW-Stipendienprogramm wurden thematisiert.

Gegen Diskriminierung würde weiterhin angegangen, hieß es.

Das Stipendienprogramm wurde jedoch begrüßt und verteidigt.

Am Nachmittag wurden die Ergebnisse der Sitzung sowie die der einzelnen Arbeitsgruppen im Plenum der Studierendenschaft vorgestellt.

Die Studierenden sind mit den Ergebnissen nur zum Teil zufrieden und werden den Hörsaal vorerst weiter besetzen.

Der Dekan des Fachbereich 06 unterstützt dieses Vorhaben durch das zur Verfügung stellen von Räumen für die Arbeitsgruppen.

Über www.ustream.tv/channel/hsnr-brennt.de können die Vorgänge im V1 per Livestream verfolgt werden.

 

AUDIMAX BESETZT

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Montagmorgen ab 8 Uhr 30 trafen sich Studierende der Hochschule Niederrhein im Rahmen der bundesweiten  Bildungsstreikaktion, um anschließend gemeinsam den Audimax zu besetzen. Inspiriert wurden sie durch die zahlreichen Protestaktion im gesamten Bundesgebiet und in Österreich. Im Laufe des Vormittags versammelten sich über 250 Studierende um ihren Forderungen friedlich Ausdruck zu verleihen, wobei sie teilweise vom Lehrpersonal  unterstützt wurden.  In die Wege geleitet wurde diese Aktion von Studierenden des Fachbereichs Sozialwesen mit Unterstützung  des Astas (allgemeiner Studierendenausschuss).

Gefordert werden die soziale Öffnung der Hochschulen unter anderem durch die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte  Gebührenfreiheit von Bildung, die Abschaffung des Bachelor-/Master-System in der derzeitigen Form durch das Ende von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung. Hieran anschließend wird die Mitbestimmung aller Beteiligten im Bildungssystem u.a. durch Viertelparität in den Hochschulgremien  verlangt, wodurch die Demokratisierung des Bildungssystems gefördert werden soll. Auch wurden von den Studierenden die Lehr- und Lernbedingungen kritisiert, als notwendig erachten sie die Aufstockung des Lehrpersonals  auf ein pädagogisch tragbares Niveau.

Die Studierenden erwarten eine konstruktive Diskussion mit der Hochschulleitung um die bestehenden  Missstände zu beseitigen und die im Bolognaprozess vereinbarten Beschlüsse umzusetzen.
 


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